Jahr hätte sich an einer Grundschule bewerben sollen,...

30.04.07 | 22:21 | christian

...da ist das mit der Resozialisierung nicht ganz so schwer.

 

Edit: Kommentiert in der taz. Der WK erklärt ausführlicher, lässt gesondert den Schulleiter zu Wort kommen und interviewt Scherf. Der hatte das Ganze schon gestern bei Radio Bremen als Versuch kritisiert, "Wahlkampf auf Kosten von Menschen zu führen, die sich nicht wehren können". In der Bild empört sich derweil Unions-Fraktionsvize Bosbach über die Bremer Behörden. Und um die zu beruhigen, die mir den Bild-Link am liebsten um die Ohren hauen würden, gibt's hier noch einen: Bild Dir Dein lautes Bremen.

Hysterie light vor Tokio Hotel

30.04.07 | 0:45 | basti

So richtig wie im Fernsehen war es ja nicht. Zwar standen
tausend Mädchen und einige (wenige) Jungs in ewig langen Schlangen vor dem AWD-Dome, aber für Tokio Hotel in concert war es eigentlich etwas mau. Kaum Gekreische und auch die Hysterie hielt sich in Grenzen. Es wurde nicht geschubst und gedrängelt, alles lief seltsam diszipliniert und ruhig ab. Aber ansonsten bekam der geneigte Zuschauer das, was er erwartete: Liebesschwüre im Dekolleté, Zahnspangen, endlose Warteschlangen
und Plakate mit mehr oder minder deutlichen Ansagen.

Alternativer Karriereplan für Bill
Die Fans jedenfalls waren bester Stimmung, trotz schier endlosen Wartens hinter Absperrgittern.
Wahre Fans kreischen sich ein.
Warten auf die Idole.
Einige Fans wollten ihren Stars allem Anschein nach auch optisch nahe sein, wobei die Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwammen.
Bill? Bist du´s?
Am Rande des hormongeleiteten Durcheinanders hatten sich einige Punks unter dem Motto "Kill Bill" zu einer Art
Gegenveranstaltung zusammengefunden. Lautstark, aber friedlich, demonstrierten sie ihre Abneigung der Teenieband gegenüber.
Gegen...ja was oder wem eigentlich?
So kam es, bei strahlendem Sonnenschein und nach einigen Bieren, manchmal zu etwas skurilen Situationen.
Punk meet Pop
Punkgirls und Teengirls
Doch die Stimmung war locker und entspannt, ...
Funpunk
was auch die Ordnungshüter freute!
friedliches beschnuppern
Sogar die Medien entdeckten ihr Herz für Punks, auch wenn diese Szene mit etwas gutem Zureden seitens des TV-Teams fernsehgerecht inszeniert wurde.
Riot für´s TV
Dieses Schlachtfeld ist übrigens kein Zeichen einer Straßenschlacht, sondern Resultat der Campinglagers, das die Fans schon seit Tagen vor dem AWD-Dome bevölkerten.
Was vom Tage übrig bleibt

Kaum voll versammelt - Jahr soll dennoch erneut eingeladen werden

26.04.07 | 22:00 | christian

Hans-Christoph Jahr soll den Studenten bei einer neuen
Vollversammlung Rede und Antwort stehen - das ist ein Ergebnis der
heutigen Versammlung, bei der Jahr eigentlich schon hätte sprechen
sollen.

Den wohl höchstens 200 gekommenen Studenten richtete der AStA Jahrs Begründung für sein Fehlen aus: Es sei "unklug", in der Hochschule aufzutreten, solange das Gerichtsverfahren laufe. Den Rektorwahl-TOP nutzten die Studentenvertreter, um ihre Position zu erklären. Dass sie mittlerweile nicht mehr hinter Jahr stünden, sei falsch (wie Tina schon kommentierte). Vielmehr wollten sie vor weiteren Schritten von den Kommilitonen hören, was sie von der ganzen Sache hielten. Die Mehrheit der versammelten Studenten konnte sich vorstellen, dass Jahr als Rektor antritt, und würde ihn gerne auf einer weiteren Vollversammlung kennenlernen. Wann diese stattfinden soll, blieb offen.

Angesichts der geringen Teilnehmerzahl dürfte sich aber wohl die neulich von einigen Professoren geäußerte Befürchtung, die breite Masse der Studenten könnte die Entscheidung des Akademischen Senats torpedieren, erst mal erledigt haben.

 

Edit: Heute im WK.

Edit: Laut AStA-Protokoll waren etwa 175 Studenten da. Davon könnten sich 75 Prozent vorstellen, Jahr als Rektor begrüßen zu können, 90 Prozent wollten ihn unabhängig vom weiteren Verfahren kennenlernen.

Comicfiguren machen Jagd auf Internetsünder

26.04.07 | 3:52 | claudia

Dass China immer schon recht eigen mit seiner Internetpolitik umgegangen ist, wissen wir alle schon seit längerem. Nun veröffentlichte die FAZ kürzlich einen Bericht darüber, dass in der Stadt Shenzhen sogar Comicfiguren eingesetzt werden. Die beiden Figuren Jingjing und Chacha sollen den Internetbesuchern zeigen: "Big Brother" is watching you. Scheint gut zu funktionieren, wie die FAZ berichtet. Irre, oder?

Rektorenplatz einklagen?

24.04.07 | 21:11 | christian

Rektorkandidat Hans-Christoph Jahr geht juristisch gegen seine nachträgliche Ablehnung im Akademischen Senat vor. Offenbar wollte der "Fast-Rektor" per Eilverfahren am Bremer Verwaltungsgericht verhindern, dass die Rektorenstelle bereits neu ausgeschrieben wird. Eine entsprechende Verfügung lag allerdings bislang nicht in der Hochschul-Post - weshalb der Akademische Senat heute die Entscheidung gegen Jahr bekräftigt und beschlossen hat,

  • das Wahlverfahren abzubrechen und den Bestellungsvorschlag (=Jahr) nicht mehr aufrechtzuerhalten
  • die Stelle des Rektors unverzüglich neu auszuschreiben
  • Jahr aufzufordern, diese Entscheidung zu akzeptieren
  • den Bildungssenator erneut zu bitten, Jahr nicht zu ernennen

Edit: Die Bedenken am Ablauf der Sondersitzung waren nur kurz Thema und relativ schnell ausgeräumt. Ausführlicheres heute im WK. Hier die HS-Pressemitteilung, außerdem Neues bei Radio-Bremen.

 

Edit: Grad wird im AStA erzählt, Jahr werde nicht zur Vollversammlung kommen. Darauf habe man sich gestern geeinigt, weil der Zeitpunkt "ungünstig" sei.

Alles für ein gutes Bild. Ist es das wert?

24.04.07 | 10:57 | claudia

„Ich versuchte, näher dahin zukommen, wo die Schüsse waren, um ein besseres Bild zu bekommen“, sagte Jamal Albarghouti in seinem Interview mit CNN. (Hier geht es zum acht Minuten langen Interview (in der Box „Watch“ der I-Report)). Der Virginia Tech University Student ist über Nacht bekannt geworden, weil er mit seinem Handy auf dem Campus gefilmt hatte, während der Student Cho Seung-Hui in einem der Gebäude 32 Menschen erschoss. Sein Filmmaterial hatte Jamal über den „I-Report“ des Senders CNN an den Fernsehsender geschickt. (In diesem CNN Artikel findet man auch einen Link zu seinem Video.) Es wurde sofort gesendet.

Sein Film zeigt eigentlich nicht sehr viel. Man sieht einen Parkplatz mit einem weißen Pick-up und einige Polizisten. Dass sie ihre Waffen in den Händen halten, ist nicht zu erkennen, aber Jamal sagt es so. Der Film hat vor allem die Schüsse aufgenommen. CNN hat sie gezählt: 27 Schüsse fallen in der Zeit, in der Jamal filmt. Und man hört einen Polizisten, der Jamal anschreit, wegzurennen.

Man kann Jamal Albarghouti einen „citizen journalist“, einen Bürgerjournalisten, nennen, der vor Ort ist, aufzeichnet, was passiert und das Material dann den Medien zugänglich macht – nun ja, und berühmt wird: CNN sendete ein acht Minuten langes Interview, in dem Jamal erzählt, warum er gefilmt hat, was passiert ist etc. Der Student erscheint dem Zuschauer eigentlich sogar wie ein CNN-Reporter selbst, ein Kollege mit einem Mikrofon in der Hand, der die Fragen beantwortet wie ein Korrespondent vor Ort. Die FAZ berichtete, dass Jamal von CNN sogar unter Vertrag genommen worden sei. Für wie viel wollte der Sender laut FAZ nicht verraten.

Doch die ganze Berichterstattung über ihn, verliert kein Wort über einen eigentlich ganz wichtigen Punkt: Nämlich, dass Jamal sich in Gefahr brachte, indem er blieb, wo er war und filmte, statt wegzurennen. „Ich versuchte, näher dahin zukommen, wo die Schüsse waren, um ein besseres Bild zu bekommen.“ Seine Aussage zeigt, dass er sogar noch weiter gegangen wäre. Und das alles für ein gutes Bild? Ist es das wert? Der CNN Journalist dankte ihm im Anschluss an das Interview dafür, danke für alles, was er getan hat. Doch was hat er getan? Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt. Danke dafür?

Ich kann nur hoffen, dass andere „Bürger“ seine „Karriere“ nicht zum Vorbild nehmen und sich selbst in Gefahr bringen, in der Hoffnung auf… ja auf was? Auf Publicity, den Moment der Berühmtheit und Geld?

Morgen: AS-Sitzung und Grünen-Diskussion

23.04.07 | 14:59 | christian

Sitzung 4/2007 des Akademischen Senats beginnt morgen um 14 Uhr in Raum 612 des AB-Gebäudes. Unter TOP 5 "Rektorwahl" soll es um die AStA-Zweifel am korrekten Ablauf der vergangenen AS-Sondersitzung gehen. Außerdem steht der Wissenschafts- bzw. Hochschulplan 2010 auf der Tagesordnung.

Über den wollen um 18 Uhr auch die Grünen diskutieren, und zwar im Falstaff, Schulstraße 26. Genauer: Über die Hochschulmittel-Kürzung um 100 Millionen Euro bis 2010, die anderswo längst Thema ist. Das Podium erklettern Bürgerschaftskandidat Dr. Hermann Kuhn und Weiterhin-Rektor (um mal was anderes zu lesen als "Beinahe-Rektor") Dr. Elmar Schreiber.

Inzwischen gibt es eine komplette Tagesordnung für die Vollversammlung am Donnerstag, 26. April, um 15 Uhr in der Mensa am Neustadtswall. Weitere Punkte neben der Rektorwahl - Hans-Christoph Jahr wird weiterhin erwartet - sind darauf der BSAG-Nachtlinienzuschlag, die Erhöhung des Semesterbeitrags und die Mensaparty.

Schwere Ausschreitungen in Oldenburg

22.04.07 | 17:14 | basti

Wie dpa berichtet, kam es in der Oldenburger Innenstadt am Donnerstag, 19. April, zum einer Massenschlägerei. Etwa 500, zumeist jugendliche Personen, schlugen mit stumpfen Gegenständen auf einander ein. Die Polizei wurde von diesem Gewaltausbruch völlig überrascht und konnte nicht mehr rechtzeitig eingreifen. Über die Zahl der Toten und Verletzten kann nur spekuliert werden.

Jahr wird in OOW gegangen

17.04.07 | 16:26 | christian

"Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven hat heute den Arbeitsvertrag mit Prof. Dr. Christoph Jahr angefochten und hilfsweise gekündigt.

Nach den durch die Wahl in Bremen bekannt gewordenen Hintergründen hat sich die Hochschule im Einvernehmen mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur entschlossen, sich von Prof. Dr. Christoph Jahr zu trennen."

Der AStA hier bezweifelt unterdessen, dass die vergangene AS-Sitzung den Formalien genügte, und äußert diese Zweifel in einem Brief an den Bildungssenator. Der Vorstand schreibt: "Wir gehen weiter davon aus, dass wir Herrn Jahr Anfang Juni als neuen Rektor begrüßen können."

Am Donnerstag, 26. April, gibt es um 15 Uhr eine Vollversammlung zum Thema in der HS-Mensa, zu der auch Hans-Christoph Jahr erwartet wird.

Akademischer Senat distanziert sich von Jahr

12.04.07 | 18:57 | christian

Der Akademische Senat wird Bildungssenator Willi Lemke (SPD) auffordern, Hans-Christoph Jahr nicht zum Rektor der Hochschule zu berufen. Das beschlossen die Mitglieder des Gremiums heute in einer Sondersitzung mit 10:8 Stimmen. Folgt der Senator der Bitte, wird es Neuwahlen geben. Laut Radio Bremen folgt der Senator der Bitte und fordert bereits Neuwahlen; Noch-Rektor Schreiber kündigt an, wieder ins Rennen zu gehen (neuer Link).

Zum Tagesordnungspunkt "Rektorwahl" hatte Hochschulkanzler Peter Henckel ein Dossier zusammenstellen lassen. Abgeheftet sind darin die Presseberichte über Jahrs Vergangenheit, die der Hochschule anonym zugesandt worden waren, vor allem über die abgesessene Haftstrafe des "Pershing-Richters". Dicker aber ist der zweite Teil: die aktuellen Artikel, Schlagzeilen in Zeitungen von Weser-Kurier und taz bis FAZ und Süddeutsche. "Die Hochschule ist beschädigt" - dieser Satz fiel immer wieder in der mehrstündigen Sitzung, von der die Medien ausgeschlossen worden waren.

Wer die Entscheidung des Senats nicht kommentieren mag, kann sie rechts bewerten (wurde auch Zeit, dass die Verteiler-Umfrage verschwindet).

Update: Viele aktuelle Artikel gibt es auf bullmahn.de, inklusive Interview bei buten un binnen.

Update: Die Nachricht von heute auf Spiegel Online (AP), in der taz (plus: Jahr in drei Daten), bei buten un binnen (real, alternativ wmv), in der FR, für E-Paper-Abonnenten in der SZ, anders auch für Nicht-Abonnenten, in der Welt, beim Deutschlandfunk.

Die Studenten der FH O/O/W haben übrigens ein Forum.

Traffic-Generierung

02.04.07 | 12:32 | basti

Wenn ich mir unsere Suchmaschinentreffer so betrachte, brauchen wir viel mehr
"hot girls", "lesbians", "geile Frauen aus deiner Umgebung" "boobs", "tits", "sex", "Schlampen", "teens", "blowjob", "fucking", und "Paris Hilton"
auf blueprint....
oder?

Ende der Tagesschau-Tradition

01.04.07 | 13:56 | alena

Wusstet ihr, dass bei der Haupttagesschau um 20 Uhr bisher immer ein Orchester die Titelmusik gespielt hat? Ab heute kommt die Musik aus der Konserve. Nur der Gong wird dann noch vom Chef vom Dienst eigenhändig geschlagen. Mehr dazu auf tagesschau.de

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