In seinem Panorama-Beitrag Scientology and me verliert BBC-Reporter John Sweeney die Fassung.
Die Scientologen filmen mit und stellen den Clip auf youtube.
Die BBC reagiert mit Offenheit auf die Aktion, die letztlich nur die Kritik des Films bestätigt.
Geschichte und Links gesehen bei Stefan Niggemeier.
edit: Der BBC-Link führt inzwischen nicht mehr zur Scientology-Sendung. In guter Qualität gibt's den Beitrag aber noch bei Google.
Die Hochschule darf die Rektorenstelle neu ausschreiben: Laut Entscheidung des Verwaltungsgerichts war Jahrs nachträgliche Abwahl im Akademischen Senat vereinbar mit dem Hochschulgesetz. Siehe Weser-Kurier (nur heute und morgen) und Kreiszeitung Syke (runterscrollen).
edit: Heute in der taz.
edit II: Inzwischen hat das Gericht die Pressemitteilung online gestellt (Pdf).
Ein höhrer AStA-Beitrag für all jene, die sich in der Hochschule nicht politisch engagieren möchten. Oder vielleicht doch gleich den AStA-Beitrag auf 300 Euro erhöhen - für alle? Das scheint absurd, aber genau so steht es im Protokoll der letzten Vollversammlung.
Dreht der AStA jetzt durch?
Das, was der AStA vor hat schockt und polarisiert. Kluger Schachzug sagen die Einen. Dummer Aktionismus sagen die Anderen. Man ist versucht, sich einer dieser Meinungen anzuschließen. Aber das wäre zu einfach. Denn auf der einen Seite hat der AStA ja recht: Eine Vollversammlung, die von nur 20 Studenten besucht wird, hat den Namen Vollversammlung schlicht nicht verdient. Sie kann gar froh sein, den Namen Versammlung tragen zu dürfen. Und gegen diese Ignorierungstendenzen muss sich der AStA wehren. Denn jeder weiß, dass die Hochschule von einer aktiven Studentenschaft lebt und profitiert. Der beste Beleg dafür ist die Universität. Hier haben es 250 Studenten geschafft, den Rektor zum demonstrieren auf die Straße zu jagen. Während dessen kommen an der Hochschule gerade einmal 20 Seelen zu einer Vollversammlung. Lächerlich! Deswegen muss der AStA auf sich aufmerksam machen und die Studenten wachrütteln. Aber tut er sich einen Gefallen, wenn er sich blödsinnige Gedanken macht? Nein, das tut er nicht. Im Gegenteil, seine beleidigte Reflexreaktion den AStA-Beitrag zu erhöhen, wirkt kindisch und wenig durchdacht. Keiner interessiert sich für die Arbeit des AStA - also droht er - den Beitrag mal eben auf 300 Euro zu erhöhen. Schlimme Sache. Aber - der AStA hat nur Spaß gemacht. Alles war nur ein Schreckensszenario. Puuh, noch mal Glück gehabt, denken wir uns, während der AStA sich ins Fäustchen lacht. Dass er sich mit der Drohung auf dünnes Eis begibt, scheint er nicht zu merken. Ob es nämlich den gewünschten Effekt hat, dass sich nun mehr Studenten für den AStA interessieren, darf bezweifelt werden. Dazu wirkt die Aktion zu verzweifelt und zu lächerlich. Außerdem könnte sie sich kontraproduktiv auf das Ansehen des AStAs auswirken. Statt sich in die Schmollecke zurück zu ziehen sollte der AStA lieber aktiv werden und auf die Studenten zu gehen.
Denn, dass wir den AStA und engagierte Studenten brauchen ist unbestritten.
Auf Beschluss des Rektorats und des Personalrats ist die
Hochschule seit Dienstag, 15. Mai „rauchfrei“.
Also das rauchen ist in allen Gebäuden untersagt.
Aber wie Dr. Ian Malcom in Jurassic Park schon sagte: „Die
Natur findet einen Weg!“

Stellen sich nun die Fragen ob die Türschleusen zum Gebäude
gehören?
Wollen die Raucher mit dieser Guerilla-Taktik verlorenes Terrain zurückerobern?
Oder wird hier eine Randgruppe noch weiter ins Soziale Abseits gedrängt?
Müssen wir uns bald auf zusammengekauerte Gruppen von Rauchern einstellen, die die Eingangsbereiche belagern?
Wir werden sehen...
Intern haben die Kommilitonen aus dem siebten Semester ihre hervorragenden Filme aus dem TV-Seminar schon vorgestellt - jetzt zeigen sie die beiden rund 20 Minuten langen Beiträge noch mal allen, die Lust haben.
Für "Darf ich bitten?" begleitete das Filmteam zwei außergewöhnliche Tänzer zu einer Tanzgala in Oldenburg. Außergewöhnlich, weil ihre Tanzschuhe das Parkett nicht berühren: Sie gehören zu den Mitgliedern der Sportgruppe "RolliGo", die nur im Rollstuhl schwofen können.
Der Titel "Logistik - eine Branche bewegt Bremen" klinge nach starkem Tobak, sei es aber nicht, schreiben die Macher des zweiten Beitrags. Gezeigt wird er trotzdem: beim Blick über die Schulter eines Tabakküppers. Ein Bericht über die Stärken und Schwächen im Bremer Warentransport.
Los geht's am Donnerstag, 24. Mai, um 19 Uhr in Raum S5 am Neustadtswall. Die kompletten Beschreibungen gibt's einen Klick weiter.
...unterhielten sich in der Cafeteria zwei Herren über die letzte Vollversammlung:
[...]
"Ja, aber der Jahr war nicht da."
"Nein?"
"Nee, hab ich da in diesem Journalistenforum gelesen."
[...]
Forum, Blog, eh alles Internet - blueprint wird wahrgenommen.
Wer seine Hochschul-Mail-Adresse nicht kontrolliert oder nicht auf der AStA-Mailingliste steht, wird das Protokoll der letzten Vollversammlung wahrscheinlich noch gar nicht gelesen haben. Zur Erinnerung: Das war die Versammlung, auf der Jahr auf Beschluss der vorherigen Versammlung hätte sprechen sollen, es aber wieder nicht tat.
Obwohl Jahrs Absage kurzfristig kam, stand sie am Abend vor der Versammlung auf der AStA-Homepage, wurde per Mail verbreitet und ging vor der Versammlung durch den Flurfunk. Das wird sicherlich dazu beigetragen haben, dass von den etwa 175 Studenten der ersten Versammlung nur etwa 20 zur zweiten kamen. Im Protokoll des Treffens dieser 20 Leute taucht nun ein TOP auf, den es in der Einladung noch nicht gab:
# TOP 6: Beitragserhöhung
- die Versammlung regt an, auf der nächsten SR-Sitzung den AStA-Beitrag von 9,- auf 300,- EUR anzuheben
- Für Aktive soll es eine Art Bonusheft geben, wer genug Einträge sammelt, braucht den erhöhten Beitrag nicht zahlen
- von den Mehreinnahmen soll der AStA unter anderem Helfer für Veranstaltungen und Demonstranten bezahlen
In einer von vorhin etwa zehn Reaktions-Mails an den AstA fragte ein Student, ob das nicht ein Tippfehler sei und es "30 Euro" heißen müsse. Doch wie's aussieht, ist das mehr oder weniger ernst gemeint - mehr oder weniger, weil mir heute niemand sagen konnte, was das Ganze eigentlich soll. Doch als ich diese Zeilen und noch einige mehr fast schon abgeschickt hatte, kam über besagte Mailingliste die zu erwartende Auflösung:
[...]
Auf der gestrigen außerordentlichen VV waren rund 20 Studendierende anwesend. Aus dieser Reihe ( von Reihen kann man ja nicht sprechen) kam der Vorschlag, euch mit dieser Beitragserhöhung zu schocken und "wachzurütteln".
[...]
Zumindest haben wir jetzt eure Aufmerksamkeit.
[...]
Also: es gibt keine Beitragserhöhung. Wir wollen niemanden vom Studium abhalten. Wir wollen niemanden zum Mitmachen zwingen. Wir möchten euch gern auf die aktuelle Lage aufmerksam machen!
Daran angehängt ist ein HEP5/HGP5-Flyer (Die kompletten Mail- und Flyer-Texte kommen nach dem Klick).
...
Mh. Albern?
Kommilitone Torben schickt einige Zeilen plus Bild zum sonntäglichen Partymarathon:
Die Bremer haben ihren Bürgermeister gewählt. Jetzt kann gefeiert werden. Jede Partei hat ihre eigene Party, die ortsansässigen Zeitungen Weser Kurier und Weser Report ebenso. Leicht ist es nicht, auf jeder zu tanzen. Für den alten und neuen Bürgermeister die erste richtige Herausforderung des Tages - für Wahlbeobachter, Journalisten, Parteifreunde und Angehörige die schönste Zeit des Tages.

Lernende, Demonstrierende, Programmierende, Backende, Verlegende, Frisierende, Schlachtende, Trinkende, Schreibende, Lesende, Spielende, Zuschauende, Arbeitende, Wählende, Anrufende, Lehrende, Angelnde, Türstehende, Feuerwehrende, Kochende, Internetnutzende, Schmiedende, Rettende, Schweissende, Jagende, Richtende, Laufende, Referierende, Gewinnende, Verlierende, Fotografierende, Liedermachende, Rauchende, Mordende, Fahrende, Wachende, Unternehmende, Verkaufende, Hörende, Glaubende, Beratende, Sympathisierende, Buchhaltende, Betreuende, Tuende, Anfangende, Erzählende, Fußballende, Kriegende, Singende.
-ende.
Laut Wikipedia hat Max Goldt mal geschrieben: "Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren."
Zufällig traf ich grad den AStA-Chef: Jahr kommt morgen nicht.
Schon wieder nicht.
Grund sei erneut das laufende Gerichtsverfahren.
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Die Rektor-Umfrage schließe ich mal. Das Ergebnis:
Der Akademische Senat fordert den Bildungssenator auf, Hans-Christoph Jahr nicht zum Rektor der Hochschule zu berufen.
Ein Fehler!: 43% (9) - Richtig so!: 43% (9) - Mir völlig egal.: 14% (3)
Heute musste ich mit Schrecken in der Süddeutschen Zeitung lesen, dass kein geringerer als Oliver Pocher demnächst Harald Schmidt in der ARD zur Seite stehen und mit ihm die Sendung moderieren soll. Die wird dann dementsprechend "Schmidt & Pocher" heißen, schreibt die SZ. Oh, mein Gott. 1. und da schließe ich mich dem Kommentar von "label" gerne an: "Ich mag Harald Schmid sehr gerne, vor allem da sein Humor nicht ´Pro 7` ist. Ich frage mich wie Oliver Pocher auf politische und kulturelle Pointen reagieren wird. Bestimmt nicht in seinem Stil." 2. Oliver Pocher ist bisher nicht gerade zimperlich mit seinen Mitmenschen umgegangen, Stichwort: Medienopfer. Ich möchte da nur gerne an die Sendung "Wetten, dass" erinnern, in der Oliver Pocher während der Außenwette eine Frau beleidigt hat - vor einem Millionenpublikum. Das mag in diesem Moment für einige witzig gewesen sein, für die Opfer ist das jedoch mit der Sendeminute nicht vergessen. Medienethik ist ein äußerst wichtiges Thema geworden, nicht umsonst spezialisieren sich immer mehr Anwälte und sogar Psychiater in diesem Bereich. Ich bin sehr gespannt, wie die ARD in Sachen Ethik mit Herrn Pocher verfahren möchte. Freien Lauf lassen oder wird er einen Maulkorb bekommen?
Der Fall des Sportreporters Jürgen Emig und damit des „neuesten“ Schleichwerbungs-, Product-Placements- und Korruptionsskandals in der ARD hat uns mal wieder das Dilemma der öffentlich-rechtlichen Programme vor Augen geführt: Qualitativ hochwertige Programme und die Produktion einer Reihe von verschiedenen (Zielgruppen-) Programmen – sei es Mehrheit/Minderheit, Erwachsene/Kinder, lokal/national, Land/Stadt, Sport/Politik/Wirtschaft/Kultur/Nachrichten usw. – sind teuer, die Einnahmen durch die GEZ reichen nicht immer aus und gegen die lukrativste Einnahmequelle, Werbung, spricht man sich aus Freiheitsgründen und des Eigenverständnisses weitgehend aus. Was tun? Zunehmend beobachten wir Fälle von „rechtlich nicht ganz einwandfreien“ Zusatzakquisitionen der Öffentlich-Rechtlichen, im Bemühen ihren Standard zu halten. Emig ist zu weit gegangen, so viel ist klar.
Bei derartigen Angeboten sagt die Werbewirtschaft aber natürlich alles andere als nein: Die öffentlich-rechtlichen Zuschauer sind eine attraktive Zielgruppe, die man gerne erreichen möchte. Und die neueste Studie der ARD Sales & Service GmbH „Mehrwertforschung – Wie Radio- und TV Werbung für Return on Investment sorgen“ belegt, dass Werbung im Ersten effektiver wirkt, als in allen anderen TV Kanälen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zuschauer an die Werbung erinnern ist im Ersten demnach gegenüber RTL um den Faktor 1,3 größer. Nun ja, liegt natürlich auch vor allem daran, dass man im Öffentlich-Rechtlichen mit Werbung nicht „zugeschüttet“ wird, das muss man sich vor Augen führen.
„PemBär“ hinterließ übrigens einen interessanten Kommentar zu dem Thema (ich kann mir aber nicht verkneifen, mal auf diese kuriosen Nicknames hinzuweisen, die sich die Leser geben):
„Als TV-Konsument ist mir der Bonbon-lutschende Hauptkommisar wesentlich lieber als die penetrante Overlay-Werbung in so manchen Privatsender, oder die Werbeunterbrechungen von Blockbustern im 5-Minuten Takt. Was spricht dagegen, "staatlich subventionierte Unternehmen" (im Ggs. zu "stattlich subventionierten Unterlassern") als Profitcenter zu führen, wenn dadurch die Gebühren niedrig bleiben und die Nachrichten nicht zur Dauerwerbesendung verkommen?“
Dem stimme ich zu, doch erlaubt man Product-Placement und reicht damit den Öffentlich-Rechtlichen den kleinen Finger, ist die Chance groß, dass sie die ganze Hand nehmen. Penetrantes Product-Placement wollen wir doch auch nicht wirklich sehen.
Die Diskussion ist übrigens keinesfalls nur eine deutsche Öffentlich-Rechtliche. Sehen wir mal von der sonst immer als Bezug hinzugezogenen BBC ab, macht sich auch die ABC in Australien zunehmend Gedanken darüber, wie man die Finanzen der Corporation ein bisschen aufbessern könnte. Denn auch die ABC hat rechtlich verankert, keine Werbung zu senden. Mit seinen Überlegungen, Werbung auf eigenen Internetseiten zu platzieren, hat ABC Manager Marc Scott schon einiges an Kritik hervorgerufen: Auch hier fürchtet man um den Ruf eines qualitativen Senders.
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