Wer hat Angst vor Google?
Sylvain Bergère und Stéphane Osmont, arte, 2007.
Helmut Schmidt außer Dienst.
Sandra Maischberger und Jan Kerhart, NDR, 2007.
Heil Hitler, das Schwein ist tot!
Rudolph Herzog, NDR, 2006.
---
9/11: The Falling Man.
Henry Singer und Richard Numeroff, Channel 4, 2006.
---
To be extended. A lot.
direkt, aus Bremen btw, siehe vor allem stigma videospiele.
via Niggemeier: Medien im Blutrausch.
Edit: Das youtube-Plugin will leider nicht mehr gerade. ab und an?!
in einem nicht bestreikten Intercity Express von Hamburg nach Berlin:
Der Zug am Freitagabend fuhr tatsächlich nach Plan um 18.08 Uhr los. Zwar dann doch auf einem anderen Gleis und vielleicht vier Minuten später, aber im weitesten Sinne püntklich. Dafür standen gefühlte tausend Menschen am Bahnsteig, die schon zwei Stunden früher den Zug nehmen wollten. Der war aber trotz Eintrag im Ersatzfahrplan nicht gekommen. Dementsprechend voll war der Zug, dementsprechend genervt schon die Stimmung.
Nach einem unvorhergesehenen Halt in Wittenberge saßen dann auch neben mir (einem eigentlich für Zugpersonal reservierten Sitz) im Gang Menschen. In Ausgehuniform der Bundeswehr, mit Bierflaschen in der Hand ("Wenn man zwei Stunden in der Kälte wartet, geht ohne Bier gar nix") und über Studenten lästernd. Einer machte fortwährend auf seine Fremdsprachenkenntnisse aufmerksam, indem er auf seine deutschen Kumpanen in reinstem Oxfordenglisch einredete. Von einer Sitznachbarin erfuhr ich, dass sie Tiermedizin studieren wolle. Ein im Gang sitzender bot ihr Bier an, woraufhin sie albern zu lachen begann. Es war noch eine Viertelstunde bis Ankunft.
Dann hielt der Zug. Die Lichter gingen aus, mein Sitznachbar seufzte und erzählte von einem Selbstmörder, der sich einmal vor den Zug geworfen habe. Der Zug hätte mehrere Stunden gestanden und es sei nur von einem "technischen Problem" die Rede gewesen. Wie an diesem Abend auch. Einige Minuten standen wir nur und rätselten, dann kam erneut eine Durchsage: Das Ding auf dem Zugdach, dass sich aus der Oberleitung Strom holt und damit den Zug zum Fahren bringt, war kaputt gegangen. (Das wurde natürlich anders gesagt, aber wie nun das Teil heißt, weiß ich schon nicht mehr.)
Um diese Zeit hatte sich mein Schwager leider schon auf den Weg zum Berliner Hauptbahnhof gemacht, um mich pünktlich um viertel vor acht abholen zu können. Nun stand am Berliner Gleis eine Verspätung von 45 Minuten, während die Zugbegleiterin offen zugab, keine Ahnung zu haben, wann uns wie geholfen werden könne. Wir standen weiter.
Zwischendurch fuhr ein ICE aus der Gegenrichtung vorbei, wurde langsamer, Menschen schauten uns neugierig und vielleicht auch ein bisschen hämisch an, und verschwand im Dunklen Richtung Hamburg. Die Jungs vom Bund mussten "mal pissen", kamen aber nicht durch die sitzende Menge, die angehende Tiermedizinerin lachte ununterbrochen. Ich versuchte zu telefonieren, aber es gab kein Netz. Ich versuchte zu lesen, konnte mich aber nicht konzentrieren. Eine Durchsage der Zugbegleitung bat uns, Strom zu sparen, damit wir genug hätten für die Klimaanlagen, die in ungleichmäßigen Abständen Luft ins Abteil pusteten. Schließlich fielen einem im Gang sitzenden Studenten (über den die Jungs vom Bund gelästert hatten) seine "Scrubs"-Folgen ein. Also ignorierten wir die Anweisung, Strom zu sparen und bereiteten uns auf einen gemütlichen Fernsehabend vor.
Fünf Folgen haben wir geschafft. Dann dockte eine Diesellock an und schleppte uns ab. Gegen zehn war ich dann in Berlin. Zwei Stunden später als geplant. Aber gut, dass unser Zug nicht bestreikt wurde...
Da kämpt man mit der Deadline seiner Diplomarbeit, in der man wissenschaftlich fundiert untersuchen möchte, ob der SPIEGEL nicht ein bißchen einseitig wirtschaftsfreundlich in den letzten 12 Monaten über Klimapolitik berichtet hat, ob es ein Zufall ist, dass er in diesem Zeitraum in Sachen Klimawandel eine publizistische Kehrtwende vollzog, überlegt sich, wie stark der Einfluss des Windmühlen-Hassers und Luxusauto-Fans Stefan Aust auf dieseForm der Berichterstattung ist, und wie man das zeigen kann - und dann das:
Freude auf den Fluren : Aust wird gegangen. Und zwar während er Urlaub macht.
Weil der SPIEGEL einen Modernisierungsschub brauche, heißt es.
Tja, und schon denkt man sich: Das wird ja doch gar nicht so schwer, das Fazit zu schreiben. Manche Taten sagen eben mehr aus als tausend Worte...
P.S: Enge Freundschaft zu Schirrmacher? Da war doch noch was ...
Und Café Journal fällt dieses Semester also flach? Schade.
Wenn ehemalige Bundestrainer Kolumnen, respektive Kommentare fuer Boulevardzeitungen schreiben mag man ueber die ein oder andere journalistische Schwaeche in den Texten der Fussballexperten hinweg schauen. Sind ja schliesslich Experten fuer Fussball und nicht fuer das gefluegelte Wort.
Aber das, was Rudi Voeller heute in der Hamburger Morgenpost ablaesst ist wirklich unter aller Sau. Kein Fokus, kein Sinn!
Rudi - bitte widme Dich ausschliesslich dem Fussball und verschone uns in Zukunft mit wirren Kommentaren. Das waere sehr nett.
Fachjournalisten
der HS Bremen bloggen
- über das Studium, über Journalismus, über Bremen.
Text-Feed
RSS 0.92|RSS 1.0|RSS 2.0|Atom
Kommentar-Feed
RSS 0.92|RSS 1.0|RSS 2.0|Atom
skin based upon
crystalglass
title designed by
krishn